Bildquelle: Gießener Allgemeine
Pro Hungen stellt Kandidatenliste für die Kommunalwahl 2026 vor
Paritätisch besetzt, breit in den Ortsteilen verankert: Fokus auf transparente Politik, moderne
Verwaltung und alltagstaugliche Infrastruktur
Die Bürgerliste Pro Hungen hat ihre Kandidatenliste für die Kommunalwahl 2026 aufgestellt.
Angeführt wird die Liste von Fabian Kraft (Diplom Kaufmann) auf Platz 1. Es folgen Elke Kleinert
(Diplom Verwaltungswirtin) und Carmen Fröhlich Jockel (Kauffrau). Die Liste verbindet neue
Gesichter mit kommunalpolitischer Erfahrung. Rund die Hälfte der Kandidierenden tritt erstmals
an. Gleichzeitig stellen sich aktuelle wie auch ehemalige Mandatsträgerinnen und Mandatsträger
erneut zur Wahl. Das Motto für die Kommunalwahl 2026 lautet: „Kompetenz mit Weitblick. Für
Hungens Zukunft!“
Pro Hungen betont die breite Verwurzelung in den Ortsteilen. Die Bürgerliste umfasst
Kandidatinnen und Kandidaten aus der Kernstadt Hungen sowie aus Inheiden, Langd,
Obbornhofen, Rodheim, Trais-Horloff und Villingen. Aus Sicht der Bürgerliste soll
Kommunalpolitik vor Ort entschieden werden, nachvollziehbar, sachorientiert und im Dialog mit
den Menschen.
Ein besonderes Merkmal der Liste ist die paritätische Besetzung mit 50 Prozent Frauenanteil. Der
Kompetenzmix reicht von Verwaltung, Wirtschaft und Recht über Ingenieurwesen und Biologie bis
zu Erziehung, Selbstständigkeit und Verkehr. Viele Kandidierende sind zudem in Feuerwehren,
Sport und Geselligkeitsvereinen sowie Naturschutzgruppen engagiert.
Inhaltlich setzt Pro Hungen Schwerpunkte bei mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung, einer
effizienteren und digitaleren Verwaltung sowie alltagstauglicher Mobilität. Genannt werden unter
anderem ein „Digitales Rathaus“, nutzerfreundliche Informationswege und Verbesserungen beim
ÖPNV sowie im Radwegenetz.
Spitzenkandidat Fabian Kraft wirbt für mehr Transparenz und dafür, dass Politik nicht über, sondern
gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gestaltet wird. Er sieht sowohl in der Politik als auch
in der Verwaltung strukturellen Handlungsbedarf. Elke Kleinert betont Nachhaltigkeit, den Vorrang
von örtlichem Einzelhandel und Handwerk sowie die Weiterentwicklung Hungens für Jung und Alt.
Carmen Fröhlich Jockel steht für eine ausgewogene Balance zwischen Ökonomie und Ökologie und
will Transparenz politischer Entscheidungen sowie aktive Bürgerbeteiligung stärken.
Birgit Kraft (Vertriebsleiterin) möchte Hungen generationenübergreifend lebens und liebenswert
erhalten und sieht Naherholungsgebiete als Identifikationspunkte und als Chance für sanften
Tourismus. Melanie Rathkamp (Diplom Biologin) setzt sich für bedarfsgerechte Infrastruktur, ein
gutes Radwegenetz und eine kleinteilige, nachhaltige Gewerbeentwicklung statt Großprojekten
ohne Zukunft ein. Stefanie Eiser (selbstständig) engagiert sich für die Modernisierung der
Verwaltung, transparente Kommunalpolitik und mehr Bürgerbeteiligung und hebt den klaren
kommunalen Fokus von Pro Hungen hervor.
Jürgen Flieth (selbstständig) fordert offene Ohren für Bürgerinteressen als Grundlage
demokratischer Vertretung und setzt auf Entlastung der Straßen durch gezielte Förderung des
ÖPNV. Marc Ceresini (Angestellter) sieht rund um das Rathaus veraltete Strukturen und möchte
Prozesse zeitgemäß verbessern und für die Bürgerinnen und Bürger vereinfachen. Lothar Spaete
(Diplom Ingenieur FH, Geschäftsführer im Ruhestand) steht für Offenheit und sachorientierte
Lösungen, positioniert sich gegen Intoleranz und kritisiert intransparente Absprachen. Pro Hungen
sieht er als belebenden Pol in der lokalen Parteienlandschaft.
Uwe Geyer (Rechtsanwalt) setzt auf eine transparente, zukunftsorientierte Stadtentwicklung und
eine nachhaltige Gestaltung für alle Generationen. Susanne Lockwood (Industriekauffrau) macht
sich für junge Familien stark und sieht den Ausbau von Nachmittagsangeboten für Kinder und
Jugendliche als wichtigen Baustein, um den ländlichen Raum attraktiv zu halten. Eberhard Müller
(Rentner) lebt seit über vier Jahrzehnten in Obbornhofen, kennt Stärken und Schwächen des
Dorflebens und betont das Ehrenamt als Rückgrat des Zusammenhalts, verbunden mit dem
Anspruch auf verlässliche Unterstützung und Wertschätzung.
Gabriele Schmied (Rechtsanwältin, selbstständig) möchte Traditionen bewahren und dem
Fortschritt offen begegnen, weil eine gute Balance nötig sei, damit sich alle Generationen in
Hungen wohlfühlen. Uwe Steinhäuser (Zugverkehrssteuerer) setzt einen Schwerpunkt auf den
ÖPNV und die bessere Anbindung der Region, um Hungen als lebenswerte Stadt für Jung und Alt
zu stärken. Ingrid Koschmieder-Böck (kaufm. Angestellte i.R.) betont, dass vernünftige Prozesse
und Lösungen nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern entstehen und steht für
Mitgestalten mit Herz und Verstand.
Hans Peter Höhn (Bauleiter i.R.) sieht als Flächengemeinde besondere Anforderungen beim
Verkehr zwischen den Ortsteilen und will Radwege, Nahverkehr, Straßenzustand und Parksituation
in den Fokus nehmen. Adelina Stang (Erzieherin) möchte die Attraktivität für junge Familien
bewahren und ausbauen und steht für transparente Lokalpolitik, die auch für junge Menschen
nachvollziehbar bleibt. Manfred Zorn (Diplom Kaufmann) sieht frühzeitige und transparente
Information als Voraussetzung, um Bürgerinnen und Bürger bei Entscheidungen zur
Stadtentwicklung aktiv einzubinden und breiten Konsens zu erreichen. Ulrike Wiesler (Arzthelferin
i.R.) fordert gelebte Bürgernähe und wendet sich gegen Entscheidungen hinter geschlossenen
Türen. Vereine und Gemeinschaftsprojekte sind für sie zentrale Bausteine eines starken
Miteinanders. Lutz Bernschein (selbstständig) legt den Fokus auf Haushaltskonsolidierung und
fordert, Ausgaben konsequent auf ihren Mehrwert zu prüfen. Zudem wirbt er für direkte und
bürgernahe Information über Verwaltungshandeln statt über „zweite oder dritte Hand“.
Pro Hungen hat zudem einen Wahlvorschlag für den Ausländerbeirat eingereicht. Spitzenkandidatin
ist Olha Tokarieva (Odessa, Ukraine), gemeinsam mit Marc Ceresini und Lothar Spaete. Da keine
weiteren Wahlvorschläge eingereicht wurden, findet die Ausländerbeiratswahl allerdings nicht statt.
Pro Hungen bedauert dies ausdrücklich, auch mit Blick auf über 1.000 wahlberechtigte
Hungenerinnen und Hungener mit ausländischen Wurzeln. Die Bürgerliste will sich dafür einsetzen,
dass die Kandidierenden in der nun zu bildenden Integrationskommission eingebunden werden und
dort Gehör finden.